Transformation durch Flugangst

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Das Bewusstsein für die Veränderungen, die man in seinem Leben, seinen Gewohnheiten oder seiner Einstellung vornehmen muss, wächst mit der regelmäßigen täglichen Praxis von Atma Kriya Yoga. Wenn ein voll verwirklichter und erleuchteter Meister wie Paramahamsa Vishwananda aktiv im eigenen Leben präsent ist, steigen die Gelegenheiten und Erfahrungen im realen Leben, zu einer größeren Transformation, exponentiell an. Ich möchte alle Kriya-Yogis, die noch keinem Satguru oder Realisierten Meister folgen, ermutigen, dies zu tun.

Eine Gelegenheit zur Verwandlung bot sich vor einigen Wochen und Monaten, als ich aus heiterem Himmel eine Flugangst entwickelte. Ich hatte diese Angst noch nie zuvor, und da ich in dieser Zeit eine ungewöhnlich große Anzahl von Arbeitsreisen und anderen Flügen machte, die sich nicht vermeiden ließen, musste ich mich dieser Angst stellen.

Was habe ich durch die vielen Flüge gelernt, die ich gemacht habe?

Ich bemerkte, dass während der Zeit der Turbulenzen, oder Luftschlaglöcher, wie ich sie nenne, (ja, Straßen in Afrika haben Schlaglöcher!), beim Start und bei der Landung, die Intensität meiner Gebete dramatisch anstieg.  Das hat mich erkennen lassen, dass die Qualität meiner Sadhana (spirituelle Praxis) und Gebete viel besser und intensiver sein könnte. Ich benutzte die Gebete, um meine Aufmerksamkeit von den Luftlöchern abzuziehen, mich von ihnen abzulenken. Tue ich das auch genug in meinem täglichen Leben, konzentriere ich mich genug auf Guru und Gott, oder achte ich mehr auf die Turbulenzen und Luftlöcher in meinen Gedanken? Ich schaute immer wieder auf die Uhr, um zu sehen, wann wir das Ziel erreichen würden. Mit anderen Worten, ich hatte ein gesteigertes Bewusstsein für mein Ziel und meine Reise. Ist mein Bewusstsein in Bezug auf mein Ziel auf dieser Erde ebenfalls erhöht? Überprüfe und analysiere ich in regelmäßigen Abständen das Transformationsprogramm, das ich mir selbst gesetzt habe? Das waren die Fragen, die in mir aufkamen.

Ich betrachtete die Art meiner Beziehungen zu allen Menschen, die mir nahe stehen und um mich herum sind - zu meiner Familie, meinen Mitdevotees und Freunden. Wie ist meine Beziehung zu ihnen? Wie kann ich sie mehr lieben und und mehr auf jeden einzelnen eingehen? Setze ich mich mit ihnen in Verbindung, wenn ich etwas von ihnen brauche, oder weil ich sie liebe?

Die größte Herausforderung war, im Moment zu leben und daran zu arbeiten, meinen Glauben an Gott und an meinen Satguru zu stärken. War mir etwas zugestoßen? War ich in Gefahr? Natürlich nicht! Ich sah, wie viel Hingabe ich theoretisch hatte, gegenüber dem, wie viel es in Wirklichkeit war. 

Die Flüge waren kurz, doch wie lang erschienen sie unter der Angst. Das Leben auf Erden ist kurz oder nicht lang genug für eine persönliche Transformation, aber wie lang erscheint es, wenn wir uns nicht auf die Liebe konzentrieren. Ich fragte mich, mache ich im Alltag den besten Gebrauch von meiner Zeit, um mehr und mehr zu lieben?

Mein letzter Flug war erst vor wenigen Tagen, nachdem ich in den letzten Wochen und Monaten durch Lernen und Selbstanalyse gegangen war. Er ging von Frankfurt über Istanbul nach Nairobi, der Rückweg von einer fantabulösen Zeit beim Just Love Festival, Gurupurnima und der Country Week im Ashram Shree Peetha Nilaya, dem Zuhause von Paramahamsa Vishwananda. Und nun rate mal? Während dieses Fluges war meine Flugangst verschwunden. Sie ging genauso spurlos vorbei, wie sie gekommen war.

 

 

 


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